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30.01.2011 10:00 Alter: 7 yrs
Kategorie: Allgemeine Informationen

Zivilrecht/Anlagerecht: 62 statt 100 Prozent sind "akzeptabel" - aber nicht immer...

Der Kaufvertrag über eine Eigentumswohnung verstößt nicht gegen die guten Sitten, wenn dem Kaufpreis ein tatsächlicher Verkehrswert von nur 62 Prozent gegenüber steht.


Der Kaufvertrag über eine Eigentumswohnung verstößt nicht gegen die guten Sitten, wenn dem Kaufpreis ein tatsächlicher Verkehrswert von nur 62 Prozent gegenüber steht. Der Käufer kann aber dennoch einen Schadenersatzanspruch gegen den Verkäufer haben, wenn dieser als Anlageberater zur Alterssicherung auftritt und die Finanzierung der Wohnung auch ohne Eigenkapital in Berechnungsbeispielen als machbar darstellt, so dass durch diese - fehlerhafte - Beratung der Käufer zum Vertragsschluss motiviert wird. Die Errechnung des monatlichen Eigenaufwandes bildet dabei das Kernstück der Beratung, so das Brandenburgische Oberlandesgericht, so dass der Verkäufer bei der Berechnung bereits abzusehende ungünstige Veränderungen der Mieteinnahmen oder Unterhaltungskosten berücksichtigen muss. (Brandenburgisches OLG, 5 U 83/07)


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